Dieser Blog ist umgezogen!
Er ist nun zu finden unter http://www.gustoaroma.at!
Posts mit dem Label Afrika werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Afrika werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 7. Juli 2010

Getestet: Café/Bar/Restaurant "Keke`s"

Letztens waren wir im "Keke´s" essen, ein Café und zugleich Restaurant und Bar in der Nähe der Mariahilferstrasse, das afrikanische und kreolische Küche anbietet, zudem jede Menge Cocktails. Außer uns waren nur 2 andere im kleineren Lokal, so konnten wir uns praktisch jeden Tisch aussuchen :) Das Lokal selbst ist recht schmal, aber total schick eingerichtet, und ganz hinten befindet sich eine sehr modische große Bar. Der Kellner war sehr zuvorkommend, und wir durchstöberten dann gleich mal die Speisekarte.

Zuvor hatte ich im Internet die online-Speisekarte angeguckt, aber die unterscheidet sich doch ganz schön zu der vor Ort. Die Desserts unterschieden sich, und vor allem die Cocktailkarte ist anz anders; im Internet waren viel viel mehr Cocktails angeschrieben als es hier tatsächlich gab, und - anstatt der im Internet aufgeführten 7,5 Euro - kosteten sie hier ganze 8 Euro. Gerade auf die große Auswahl hatten wir uns doch so gefreut, schließlich wollten wir doch genau wegen den Cocktails hierherkommen...

Na ja, wenigstens gab es die Hauptspeise, auf die ich schon zuhause ein Auge geworfen hatte, nämlich Omo Tuwe. Das ist Hühnchen in Erdnuss-Sauce, mit Ingwer, Okragemüse und Gari (Maniokbällchen). Also angerichtet war es ja nicht besonders originell, einfach ohne Deko auf normalen Tellern, aber geschmacklich supersuperlecker! Das Hühnchen war schön zart, und die Erdnuss-Gemüsesauce war echt der Hammer, schön aromatisch, und mit Karottenstückchen. Dazu gab es ein paar Okraschoten (hätten aber ruhig ein paar mehr sein können) und ein großes Maniokbällchen. Das war total interessant, und war eine tolle Beilage zu dem Hühnchentopf!


Mein Freund bestellte sich Bistec a la Plancha, das ist Argentinisches Beefsteak aus der Pfanne, in Scheiben geschnitten, mit Zwiebel gebraten und schwarzem Pfeffer gewürzt, mit Yucca, Blattsalaten und Limettenspalten angerichtet. Schon alleine der Geruch war göttlich, und auch der Geschmack war genial!! Den Yucca gab es in Form von groben "Pommes" dazu.
Nicht ganz billig, das Hühnchen kostete 11,5 Euro und das Rind satte 16,5 Euro, aber dafür war die Qualität echt spitze!!

Als Nachspeise bestellte sich mein Freund dann ein Vanille-Eis mit Ingwer und Mangosauce, bei der wir nicht sicher waren, ob das alles aus der Tüte kam oder wirklich selbst gemacht war. Und den Ingwer konnten wir darin auch nirgends finden :)

Ja, und dann kamen die Cocktails: ich bestellte mir einen Strawberry Daiquiri und mein Freund einen Coconut-Delight. In meinem Daiquiri waren so große Erdbeerstückchen darin, dass ich mich fast verschluckt hatte ;) und somit der Strohhalm (der eh schon extra dick war) gleich mal völlig verstopft war. Na gut, dann habe ich es halt ohne Strohhalm getrunken, aber naja... Im Coconut-Delight war unten eine pinke Schicht, von der wir nicht wussten was das sein soll, denn keine der Inhalte war in irgendeiner Form pink. Wir tippen darauf, dass Grenadine reingemischt wurde, da er auch pappsüß war. Für 8 Euro hätten wir uns zudem irgendeine Form von netter Deko erwartet; mein Daiquiri kam völlig ohne Deko daher, und beim Coconut Delight, der in ein ganz normales Trinkglas eingefüllt war, waren ganz obenauf auf einen kurzen Plastikspieß 2 Kirschen gesteckt. Also insgesamt sehr lieblos hergerichtet die Cockatils.

Unser Fazit: Das Essen top, Cocktails ein Flop - zum Essen werden wir sicher nochmals hierherkommen, um die interessanten afrikanischen und kreolischen Gerichte durchzukosten, aber Cocktails werden wir woanders genießen! :-)

Adresse: Amerlingstraße, 1060 Wien
Tel: 0699 100 29 100
Web: http://www.kekes.at

Verbindung zu Öffis:  *****
Einrichtung:  ****
Service:   ****
Schnelligkeit:  ***
Geschmack (Essen): *****
Geschmack und Anrichtung(Cocktails): *
Portionsgröße:  ****
Preis: **

Montag, 14. Juni 2010

Gefüllte Kirschtomaten mit Kichererbsen und Kürbis

Eigentlich kommt diese Füllung in Zucchiniblüten; leider gab es gerade diesen Samstag nirgends welche zu kaufen, und so kam ich auf die Notlösung Cocktailtomaten damit zu befüllen - war nicht einmal so eine "Fuzzelarbeit" wie ich ursprünglich dachte! Die Füllung schmeckt total lecker, und die marokkanische Note kommt toll heraus. Zuerst dämpft man Kürbisstücke weich und püriert sie anschließend mit Kichererbsen aus der Dose. Unter die Masse mischt man dann Korinthen, Schalotten, und orientalischen Gewürzen wie Zimt und Kreuzkümmel.Die kleinen Tomaten machen sich super auf einer orientalischen Vorspeisenplatte.

Montag, 19. April 2010

Scharfer marokkanischer Blumenkohlsalat mit Karotten

Diesen leckeren Salat nahm ich letztens kalt in die Arbeit mit, klappte super! Zuerst kocht man Blumenkohl und Karotten in Salzwasser weich. Dann bereitet man die pikante Marinade zu: Knoblauch und Zwiebel werden in etwas Olivenöl angeschwitzt und mit Zitronensaft, Harissa und Zucker vermischt. Kurz vor dem Servieren kommt noch etwas Arganöl hinzu und Petersilie. Da ich nicht extra das teure Arganöl kaufen wollte, nahm ich einfach Sesamöl.


Freitag, 2. April 2010

Äthiopischer Grünkohl-Kartoffel Eintopf mit Chili

Ein schön gemüsereicher Eintopf, der aufgrund der tollen Aromen aber viel hergibt! :-) Grünkohl wird zusammen mit Kartoffelscheiben, Knoblauch, Chilischoten, Lauch und Kardamom geschmort, bis alles schön weich ist. Eine richtige Vitaminbombe!! Ich habe für den Eintopf den stinknormalen europäischen Grünkohl genommen, den afrikanischen habe ich nirgends bekommen :-)
Bei dem äthiopischen Kohl, botanisch "Brassica carinata" genannt, handelt es sich um ein Grünkohlgewächs. Diese Sorte hat ein robustes Blattwerk und eignet sich damit hervorragend zum Dünsten. Aus den kugelrunden Schoten und den Samen dieser äthiopischen Sorte wird ein spezielles Kohl-Öl gewonnen, das sich Bendel nennt. Statt dem Lauch musste ich auf Frühlingszwiebel ausweichen, da ich keinen Lauch zuhause hatte - hat aber super gepasst!


Scharfer Rindfleischtopf mit Zwiebeln aus Äthiopien

Dieses einfache Gericht gab´s zum Injera, dem äthiopischen Sauerteigbrot. War in nur knapp 45 Minuten fertig und geschmacklich eine Wucht!! Rindfleisch wird in dünne Streifen geschnitten und schraf angebraten. Im restlichen Bratfett werden eine Menge Zwiebeln angeröstet, mit Knoblauch, Berbere und Ingwer verfeinert und mit Wasser angegossen. Das Fleisch wird wieder eingelgt und noch etwa eine viertel Stunde lang geköchelt, bis es schön weich ist - lecker! :-)
Dazu gab´s kein Besteck zum Essen sondern es wurde nur mithilfe Injeras in den Mund befördert.
Als besonders höfliche Geste gilt es in Äthiopien, den Anderen Essen in den Mund zu stecken, weshalb der Gastgeber häufig seinem Gast den ersten Bissen des Mahles in den Mund steckt :-)


Injera - Ähiopische Sauerteigfladen

Injera ist ein dünnes, weiches und etwas schwammartiges Fladenbrot aus gesäuertem Teff. Teff ist eine einzigartige Getreideart, die nur in Äthiopien und Eritrea vorkommt. Daher ist Injera in der Welt einzigartig und lässt sich aufgrund des besonderen Geschmacks vonmTeff außerhalb Äthiopiens nur schwer nachkochen; am nähesten kommt der Geschmack, wenn man Maismehl und Weizenmehl mischt. Leider habe ich nirgends dieses Teffmehl finden können; so musste ich auf die Alternative ausweichen es mit Weizenmehl und Maismehl zu versuchen, was mir aber auch super schmeckte und den Vorteil hatte, dass der Teig so "nur" insgesamt 10 Stunden gehen musste! :-)
Zur Herstellung von Injera wird das Teffmehl mit lauwarmen Wasser gemischt. Anschließend gärt der Teig mehrere Tage lang, was ihm einen sauerteigähnlichen, gewöhnungsbedürftigen Geschmack gibt. Das Fladenbrot wird traditionell auf heißen, 50cm bis 1m im Durchmesser großen Tonplatten dünn gebacken.  Ein oder mehrere Injera-Fladen werden auf eine große Platte ausgebreitet. Darauf werden die Speisen drapiert, meist mehrere Gericht auf einmal wie Linsen,- Gemüse, und Fleischeintöpfe. Zum Essen reißt man einfach Stücke vom Injera am Rand ab, nimmt die Speisen damit auf, rollt alles damit wie eine Zigarre auf und schiebt sich das in den Mund. Wenn das Mahl beendet ist, ist auch das Injera aufgegessen. Wer also an einem äthiopischen Essen teilnimmt, isst Tischtuch und Teller gleich mit! Das finde ich total lustig :-)
Bei uns wurde das Injera in einer großen Pfanne gebacken und dann auf Teller gelegt. Aber wir haben es immerhin mit den Fingern gegessen - in Äthiopien wären wir wahrscheinlich zur totalen Lachnummer geworden, und die Waschmaschine lief nachher auf Hochtouren :-) Aber hat total Spaß gemacht so gesellig am Boden zu sitzen und zu kleckern und zu schlemmen!! ;-)

Donnerstag, 1. April 2010

In Gewürzöl gebratene Okraschoten

Da ich hiervon noch einige Okraschoten übrig hatte und die aber heute verwerten wollte, suchte ich noch ein äthiopisches Gericht mit Okras und stieß auf das hier. Hmmm die werden total knackig und toll gewürzt! Da sie nur schnell im heißen Gewürzöl gebraten wurden, hatten sie auch keine Möglichkeit schleimig zu werden. Kann ich mir auch toll als Beilage zu Fisch oder Geflügel vorstellen! Bei mir gab´s Spinat mit Eiern und selbstgemachten Frischkäse dazu. Leckere Kombination!! :-)


Lab - Frischkäse aus Äthiopien

Total schnell gemacht und richtig köstlich ist dieser selbst gemachte Frischkäse aus Buttermilch. Diese wird 20 Minuten lang geköchelt, bis sich der Käse gebildet hat und dann abgegossen. Etwas ausgepresst kann man den Käse super formen (ich schnitt ihn zu größeren Rechtecken)! Passt toll zu allen äthiopischen Gerichten; bei mir gab´s ihn zu einem Spinat- und einem Okraschotengericht. Von der Konsistenz ist er verglichen mit dem selbstgemachten indischen Panir-Käse fester und muß daher auch nicht mehr stundenlang gepresst werden. dafür ist er aber auch trockener und hat einen säuerlicheren Geschmack, was aber toll zu den meistens scharfen äthiopischen Gerichten passt da er so die Schärfe mildert.

Kosta Benqula - Spinat mit Eiern

Dieses einfache und oberleckere Gemüsegericht gab´s heute bei mir am Gründonnerstag, natürlich kommt das Rezept aus Äthiopien :-) Blattspinat wird mit Tomaten in einer Zwiebel-Knoblauch-Chili-Mischung gedünstet. Über alles kommt ein gewürztes Ei und wird vermengt. Hmmm... total genial! Dazu gab´s selbstgemachten äthiopischen Frischkäse, Iab, und in Gewürzöl gebratene Okraschoten. Ein tolles vegatrisches Essen!!

Äthiopischer Hackfleischtopf mit Okraschoten

Ein schneller Eintopf, der aber geschmacklich eine Wucht ist! :-) Hackfleisch wird zunächst einmal schön angebraten, pikant gewürzt und mit Tomaten abgelöscht. Nun kommen noch Okraschoten hinzu, alles lässt man vor sich hin köcheln - und schon ist es fertig! :-) Dies war meine erste Kocherfahrung mit Okraschoten, ich war total gespannt. Okra ist eines der ältesten Gemüse der Welt und stammt ursprünglich aus dem Hochland Äthiopiens. Die Ägypter wussten die Schoten zu schätzen und bauten sie schon vor über 3000 Jahren an den Ufern des Nils an. Heute werden sie auch in den USA, am Balkan, in Brasilien, der Türkei, Indien und in Südostasien gerne genossen. In Südostasien nennt man die Schote auch Lady´s Finger - mit etwas Phantasie erkennt man wirklich einen Finger! :-) Wird die Schote klein geschnitten in Suppen oder Eintöpfe gegeben, kommt es zu einer Schleimbildung, was nicht jedermanns Sache ist. Andererseits führt das zu einer schönen Sämigkeit. Um die Schleimbildung zu verhindern, sollte man nur den Stielansatz abschneiden, die Seitenwände aber nicht verletzen, und die Schoten vorher in Essigwasser einlegen und als ganze Schoten kochen. Für diesen Eintopf kam sie als ganzes hinein, mich störte der Schleim nicht, im Gegenteil, ich fand das Ganze total lecker!!  Der leicht herbe Ton der Okras hat mich etwas an Stachelbeeren erinnert. Ab jetzt wirds die leckere Schote sicher öfter geben. Meinen Mitesser haben die Okras allerdings nicht so begistern können - ist ja Geschmackssache! :-)


Frittierte Kichererbsenbällchen in Gemüsesauce

Diese leckeren Bällchen gab´s gestern zu Mittag - waren in nur 45 Minuten am Tisch! :-) Neben Linsen spielen auch Kichererbsen eine große Rolle in Äthiopien. Die Bällchen selbst sind aus Kichererbsenmehl gemacht, welches aus leicht gerösteten Kichererbsen gemahlen wird. Im Internet habe ich noch einige interressante Infos zu dem Land gefunden: Äthiopiens Hauptstadt heißt Addis Abeba. Das Land mit seinen 64,5 Millionen Einwohner grenzt an Djibouti, Somalia, Kenia, Sudan und Eritrea. Die Landesfläche wird überwiegend von einem ausgeprägten Gebirge aus Vulkangestein eingenommen, das bis zu 4620 m aufragt. Die Berglandschaft Kafa ist die Heimat des Kaffeestrauchs- Äthiopien ist ja weltberühmt für seinen tollen Kaffee! Viele Experten halten ja Äthiopien für das Ursprungsland des Kaffees. Nun, zurück aber zu den Kicherbsenbällchen :-) Für die mischt man einfach etwas Öl, Wasser, Kicherbsenmehl, Berbere und Kurkuma zu einem glatten Teig, der dann später zu Bällchen geformt wird und goldbraun frittiert wird. Dazu macht man eine Sauce aus Karotten, Erbsen und Tomaten. Zusätzlich habe ich noch etwas Mais untergemsicht, weil der weg musste.  Ich habe den Fehler gemacht und etwas vom fertigen Teig gekostet - am liebsten hätte ich ihn in hohen Bogen wieder hinausggespuckt, so ekelig fand ich den Geschmack des Mehls!! Aber ich hatte noch die leise Hoffnung, dass sich dieser furchtbare Geschmack beim frittieren verflüchtigt, und so war es dann auch!! Sind total lecker geworden und passten super zu der Sauce. Mal etwas ganz anderes! :-)

Dienstag, 30. März 2010

Misser - Braune Linsen in scharfer Sauce

In Äthiopien spielen Gemüse- und Linsengerichte eine große Rolle. Der Verzehr von Fleisch ist ist nach der äthiopisch-orthodoxen Kirche am Mittwoch und Freitag sowie während der gesamten Fastenzeit verboten. Insgesamt schreibt die ortodoxe Kirche Äthiopiens um die 200 Fastentage vor!! Zu diesen christlichen Fastenzeiten kommt dann noch der moslemische Ramadan, der ebenfalls die Auswahl der Speisen einschränkt. Daher gibt es reichlich vegetarische Gerichte in Äthiopien, die jeweils Mittwoch und Freitag, sowie in der christlichen Fastenzeit und dem moslemischen Ramadan aufgetischt werden.
Misser ist ein würziges Gericht aus braunen Linsen, Ingwer, Knoblauch und Chili. Über alles kommt gehackter afrikanischer Basilikum, der wesentlich herber schmecken soll als der italienische. Da ich leider keinen bekommen konnte, wich ich auf Thai-Basilikum aus. Ob´s dem Geschmack näher kam, kann ich nicht beurteilen, lecker war´s allemal! :-)

Doro Wot - Äthiopischer Hühncheneintopf mit harten Eiern

In der äthiopischen Küche hat ein Gericht besonders Bedeutung: Doro Wot. Es stellt so etwas wie das äthiopische Nationalgericht dar, und wird meistens zu besonderen Anlässen, wie etwa Hochzeiten und Feiertagen, zubereitet. Auch wenn man besondere Gäste erwartet, die man speziell ehren und "bekochen" will, so serviert man oft diess Gericht, mesitens mit Injera, dem typischen äthiopischen Fladenbrot. Dieses habe ich allerdings nicht dazugemacht, da es einen ganzen Tag benötigt um aufzugehen- wird später die Woche nachgeholt! Bei uns gab´s einfach Couscous dazu.
Wot ist der Oberbegriff für Eintöpfe, die es in unzähligenVarianten gibt. Grundlage für alle Wots ist eine große Menge roter Zwiebeln, die gedünstet werden. Anschließend kommen die anderen Zutaten wie Lamm, Geflügel oder Gemüse, Gewürze und Niter Gibeh hinzu. Wots sind meist extrem scharf und für europäische Gaumen kaum erträglich - im Internet habe ich die Info gefunden, dass dort auf ein (!!) Brathähnchen 400 g (!!) Berbere kommen. Tja, bei mir langten da auch 2 TL voll davon :-)
Hauptbestandteile des Doro Wot sind Huhn und Ei und natürlich die typische rote Gewürzmischung aus Äthiopien, Berbere. Das Fleisch wurde bei mir durch das Marinieren im Zitronensaft butterweich, und die Sauce dazu war wirklich eine Freude für den Gaumen, schön aromatisch und fruchtig durchs Tomtanmark. Dazu die hartgekochten Eier- mhmmm! Wird es sicher noch mal geben!
Na dann, Melkam Megeb! (Heißt auf Amharisch Guten Appetit!) :-)

Montag, 29. März 2010

Karotten-Avocado-Salat mit Zitrus-Dressing

Diesen herrlich frischen Salat aus Jamie Oliver´s "Natürlich Jamie" habe ich schon einmal zubereitet, und heute hatte ich wieder einmal Lust darauf! :-) Für diesen marokkanischen Salat werden Karotten mit Olivenöl, Chilis, Knoblauch, Thymian und Kreuzkümmelsamen zusammen mit Orangen- und Zitronenhälften im Ofen gegart. Dann werden sie mit Avocados und gemischten Salatblättern vermengt. Über alles gießt man ein Dressing aus den ausgepressten Ofen-Zitrusfrüchten und Olivenöl - himmlisch! Dazu kommen geröstetes Brot (ich hatte von diesem marokkanischen Fladenbrot noch ein paar Stück im Tiefkühlfach und gleich verwertet), Kresse und geröstete Samen. Obenauf noch ein Klecks saurer Sahne - richtig genial!

Geklärte gewürzte Butter mit Kardamom und Zimt

Für viele äthiopische Gerichte ist Würzbutter, ähnlich dem indischen Ghee, die Grundlage. In der Landessprache nennt sich diese Butter Niter Gibeh.Die Herstellung ist total einfach: Butter wird in einem Topf zerlassen und zusammen mit Zwiebeln, Knoblauch, Chilischoten, Ingwer, Kardamom, Gewürznelken, Bockshornklee und einer Stange Zimt eingeköchelt. Dabei wird die Butter flüssig und die Eiweißbestandteile sinken auf den Boden. Durchs Abgießen durch ein Sieb und ein Mulltuch filtert man anschließend die Schwebestoffe heraus. Die fertige Butter verbreitet einen wunderbar aromatischen Duft in der Küche :-) Wenn sie dann schön fest ist, hat sich die Farbe in ein Blassgelb verwandelt (ich finde es sieht etwas nach Honig aus :-). Nun kann sie zugeschraubt und kühl gelagert werden.

Berbere - Äthiopische Würzmischung

Endlich Osterferien!! Das muss natürlich ausgenutzt werden, und so stelle ich diese Woche unter das Motto "Äthiopische Küche". Warum Äthiopien? Nun, ich war noch nie da gewesen (was ich aber gerne ändern würde!), habe jedoch schon einige Bücher gelesen, die dort gespielt haben, z.B. den Abenteuerroman "Der blaue Nil" von Virginia Morell. Von den regionalen äthiopischen Rezepten in meinem Kochbuch war ich einfach begeistert!
Die äthiopische Küche, wie auch die Küche seines Nachbarlandes Eritrea, ist einzigartig und unterscheidet sich deutlich von den anderen ostafrikanischen Küchen. Diese einzigartige Stellung der äthiopischen Küche in Afrika liegt hauptsächlich an den geographischen Besonderheiten des Landes. Weite Teile Äthiopiens liegen auf einem Hochplateau, auf dessen Gelände Transporte eher schwierig sind. Auch sind die Landesgrenzen meistens durch hohe Gebirge geschützt, so dass bis jetzt äußere Einflüsse in der Küche Äthiopiens kaum spürbar sind.
Für viele Gerichte benötigt man eine spezielle Würzmischung, welche sich Berbere nennt. Enthalten sind massig leckere Gewürze wie Bockshornklee, Gewürznelken, Zimt, Piment, Paprika... Allerdings habe ich die angegebene Menge des Cayennepfeffers halbiert, da mir das dann doch extrem scharf vorkam :-) Ich habe gleich die doppelte Menge gemacht, damit ich genug Vorrat für die afrikanische Woche vorrätig habe :-)

Sonntag, 28. Februar 2010

Hühnchen-Tajine mit Datteln, karamellisierten Birnen und Fladenbrot

Die marokkanische Küche... Das sind für mich aufregende Düfte, die einem vom Tisch entgegenwehen, farbenprächtige Speisen und Gewürze wie aus tausend und einer Nacht! All das habe ich versucht in meine Tajine zu packen, welche aus zartem Hühnchenfleisch, süßen Datteln, Zwiebeln und und jeder Menge orientalischer Gewürze besteht. Besonders lecker fand ich die in Honig karamellisierte Birne, die kurz vor dem Servieren untergemischt wurde! Als besonderen "Biss" habe ich noch Mandeln in der würzig-süßen Sauce versteckt - alles zusammen eine Art Geschmacksexplosion im Munde, herrlich süß, aber auch aufregend aromatisch... :-) Da ich leider keine Tajine besitze musste ein herkömmlicher Schmortopf herhalten.
Als Beilage wählte ich Khobz, marokkanisches Fladenbrot, welches in Marokko bei keiner Mahlzeit fehlen darf. Die Zubereitung war recht einfach, und das Brot war perfekt um auch noch die letzten Reste der Sauce aufzutunken!
Hier mein Beitrag zum 5ten mediterranen Kochevent:


Related Posts with Thumbnails