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Dienstag, 6. April 2010

Schnelles Apfel-Dinkel-Mehrkornbrot - OHNE Gehzeit! :-)

Dieses tolle Rezept habe ich bei chefkoch gefunden, und mußte sofort in die Tat umgesetzt werden! Ein super saftiges Brot das überhaupt keine Gehzeit braucht - was will man mehr? :-)
Aus Dinkelmehl, Wasser, Essig, Trockenhefe, Sonnenblumenkernen, Kürbiskernen, Sesamkörnern und Leinsamen bereitet man einen eher nassen Teig zu. In diesen werden dann geriebene Äpfel und - im Originalrezept Karotten - untergeknetet. Ich habe aus der Masse 3 Brote gemacht, eines mit Karotten und Petersilie, eines mit Zwiebeln und etwas Tyhmian und Oregano, und eines mit Stangensellerie mit etwas vom Grün. Über die Brote streute ich noch Vollkorn-Dinkelflocken. Anfangs war ich ja etwas skeptisch, da der Teig wirklich sehr feucht war, nicht so wie ich das sonst von Brotteigen kenne, aber aus dem Ofen kamen herrlich saftige Brote mit tollen Aromen. Und das beste ist, dass man den Teig nicht gehen lassen muss, man stellt sie in den kalten Ofen und dreht in dann erst auf. So kann man in nur etwa 10 Minuten den Teig herstellen, den Rest übernimmt der Ofen - so entällt das sonst obligatorische stundenlange Gehenlassen! Total praktisch!! :-) Ich habe die Brote etwas früher aus dem Ofen genommen, da ich sie immer in Scheiben portionsweise einfriere. Kurz am Morgen in den Minibackofen geschoben, hat man immer ein paar wunderbar knusprige und frisch duftende Brotscheiben für die Arbeit parat! :-) Eine Freundin brachte mich auf die tolle Idee, dieses Rezept gleich für den "Ohne!"-Event zu verwenden - ein Brot OHNE Gehzeit ist doch super, vor allem wenn man/frau es mal wieder eilig hat ;-) Hier also mein Beitrag zum OHNE - Kochevent:


Freitag, 2. April 2010

Mein liebster Früchte-Kuchen vom Blech

Hmmm diesen Kuchen liebe ich... Schon seit Jahren bereite ich meine Früchtekuchen nach diesem Grundrezept von meiner Mama zu, da der Teig total fluffig wird und man ihn mit allen möglichen Früchten kombinieren kann. Mal gibt es ihn mit Kirschen, mal mit Äpfeln und etwas Zimt, dann mit Pflaumen... Diesmal habe ich ihn 2-schichtig gebacken, die untere Schicht bestand aus reifen gelben Pflaumen und die obere Schicht aus Heidelbeeren. Damit auch 2 Schichten entstehen und nicht alle Früchte auf einmal nach unten auf den Teigboden sinken, habe ich zuerst nur die Pflaumen eingelegt und etwa 20 Minuten gewartet, bis ich die Heidelbeeren obenauf gelegt habe - hat super geklappt! Die Pflaumen waren beim Backen schon nach unten gesunken und obenauf war der Teig schon etwas fester, sodass die Heidelbeeren auch ganz obenauf blieben :-) Einen Teil vom Mehl ersetze ich immer durch Vollkornmehl, weil ich den Geschmack liebe - wer keines verwenden will, nimmt einfach 250 g normales Mehl! :-)


Äthiopischer Grünkohl-Kartoffel Eintopf mit Chili

Ein schön gemüsereicher Eintopf, der aufgrund der tollen Aromen aber viel hergibt! :-) Grünkohl wird zusammen mit Kartoffelscheiben, Knoblauch, Chilischoten, Lauch und Kardamom geschmort, bis alles schön weich ist. Eine richtige Vitaminbombe!! Ich habe für den Eintopf den stinknormalen europäischen Grünkohl genommen, den afrikanischen habe ich nirgends bekommen :-)
Bei dem äthiopischen Kohl, botanisch "Brassica carinata" genannt, handelt es sich um ein Grünkohlgewächs. Diese Sorte hat ein robustes Blattwerk und eignet sich damit hervorragend zum Dünsten. Aus den kugelrunden Schoten und den Samen dieser äthiopischen Sorte wird ein spezielles Kohl-Öl gewonnen, das sich Bendel nennt. Statt dem Lauch musste ich auf Frühlingszwiebel ausweichen, da ich keinen Lauch zuhause hatte - hat aber super gepasst!


Scharfer Rindfleischtopf mit Zwiebeln aus Äthiopien

Dieses einfache Gericht gab´s zum Injera, dem äthiopischen Sauerteigbrot. War in nur knapp 45 Minuten fertig und geschmacklich eine Wucht!! Rindfleisch wird in dünne Streifen geschnitten und schraf angebraten. Im restlichen Bratfett werden eine Menge Zwiebeln angeröstet, mit Knoblauch, Berbere und Ingwer verfeinert und mit Wasser angegossen. Das Fleisch wird wieder eingelgt und noch etwa eine viertel Stunde lang geköchelt, bis es schön weich ist - lecker! :-)
Dazu gab´s kein Besteck zum Essen sondern es wurde nur mithilfe Injeras in den Mund befördert.
Als besonders höfliche Geste gilt es in Äthiopien, den Anderen Essen in den Mund zu stecken, weshalb der Gastgeber häufig seinem Gast den ersten Bissen des Mahles in den Mund steckt :-)


Injera - Ähiopische Sauerteigfladen

Injera ist ein dünnes, weiches und etwas schwammartiges Fladenbrot aus gesäuertem Teff. Teff ist eine einzigartige Getreideart, die nur in Äthiopien und Eritrea vorkommt. Daher ist Injera in der Welt einzigartig und lässt sich aufgrund des besonderen Geschmacks vonmTeff außerhalb Äthiopiens nur schwer nachkochen; am nähesten kommt der Geschmack, wenn man Maismehl und Weizenmehl mischt. Leider habe ich nirgends dieses Teffmehl finden können; so musste ich auf die Alternative ausweichen es mit Weizenmehl und Maismehl zu versuchen, was mir aber auch super schmeckte und den Vorteil hatte, dass der Teig so "nur" insgesamt 10 Stunden gehen musste! :-)
Zur Herstellung von Injera wird das Teffmehl mit lauwarmen Wasser gemischt. Anschließend gärt der Teig mehrere Tage lang, was ihm einen sauerteigähnlichen, gewöhnungsbedürftigen Geschmack gibt. Das Fladenbrot wird traditionell auf heißen, 50cm bis 1m im Durchmesser großen Tonplatten dünn gebacken.  Ein oder mehrere Injera-Fladen werden auf eine große Platte ausgebreitet. Darauf werden die Speisen drapiert, meist mehrere Gericht auf einmal wie Linsen,- Gemüse, und Fleischeintöpfe. Zum Essen reißt man einfach Stücke vom Injera am Rand ab, nimmt die Speisen damit auf, rollt alles damit wie eine Zigarre auf und schiebt sich das in den Mund. Wenn das Mahl beendet ist, ist auch das Injera aufgegessen. Wer also an einem äthiopischen Essen teilnimmt, isst Tischtuch und Teller gleich mit! Das finde ich total lustig :-)
Bei uns wurde das Injera in einer großen Pfanne gebacken und dann auf Teller gelegt. Aber wir haben es immerhin mit den Fingern gegessen - in Äthiopien wären wir wahrscheinlich zur totalen Lachnummer geworden, und die Waschmaschine lief nachher auf Hochtouren :-) Aber hat total Spaß gemacht so gesellig am Boden zu sitzen und zu kleckern und zu schlemmen!! ;-)

Donnerstag, 1. April 2010

In Gewürzöl gebratene Okraschoten

Da ich hiervon noch einige Okraschoten übrig hatte und die aber heute verwerten wollte, suchte ich noch ein äthiopisches Gericht mit Okras und stieß auf das hier. Hmmm die werden total knackig und toll gewürzt! Da sie nur schnell im heißen Gewürzöl gebraten wurden, hatten sie auch keine Möglichkeit schleimig zu werden. Kann ich mir auch toll als Beilage zu Fisch oder Geflügel vorstellen! Bei mir gab´s Spinat mit Eiern und selbstgemachten Frischkäse dazu. Leckere Kombination!! :-)


Lab - Frischkäse aus Äthiopien

Total schnell gemacht und richtig köstlich ist dieser selbst gemachte Frischkäse aus Buttermilch. Diese wird 20 Minuten lang geköchelt, bis sich der Käse gebildet hat und dann abgegossen. Etwas ausgepresst kann man den Käse super formen (ich schnitt ihn zu größeren Rechtecken)! Passt toll zu allen äthiopischen Gerichten; bei mir gab´s ihn zu einem Spinat- und einem Okraschotengericht. Von der Konsistenz ist er verglichen mit dem selbstgemachten indischen Panir-Käse fester und muß daher auch nicht mehr stundenlang gepresst werden. dafür ist er aber auch trockener und hat einen säuerlicheren Geschmack, was aber toll zu den meistens scharfen äthiopischen Gerichten passt da er so die Schärfe mildert.

Kosta Benqula - Spinat mit Eiern

Dieses einfache und oberleckere Gemüsegericht gab´s heute bei mir am Gründonnerstag, natürlich kommt das Rezept aus Äthiopien :-) Blattspinat wird mit Tomaten in einer Zwiebel-Knoblauch-Chili-Mischung gedünstet. Über alles kommt ein gewürztes Ei und wird vermengt. Hmmm... total genial! Dazu gab´s selbstgemachten äthiopischen Frischkäse, Iab, und in Gewürzöl gebratene Okraschoten. Ein tolles vegatrisches Essen!!

Äthiopischer Hackfleischtopf mit Okraschoten

Ein schneller Eintopf, der aber geschmacklich eine Wucht ist! :-) Hackfleisch wird zunächst einmal schön angebraten, pikant gewürzt und mit Tomaten abgelöscht. Nun kommen noch Okraschoten hinzu, alles lässt man vor sich hin köcheln - und schon ist es fertig! :-) Dies war meine erste Kocherfahrung mit Okraschoten, ich war total gespannt. Okra ist eines der ältesten Gemüse der Welt und stammt ursprünglich aus dem Hochland Äthiopiens. Die Ägypter wussten die Schoten zu schätzen und bauten sie schon vor über 3000 Jahren an den Ufern des Nils an. Heute werden sie auch in den USA, am Balkan, in Brasilien, der Türkei, Indien und in Südostasien gerne genossen. In Südostasien nennt man die Schote auch Lady´s Finger - mit etwas Phantasie erkennt man wirklich einen Finger! :-) Wird die Schote klein geschnitten in Suppen oder Eintöpfe gegeben, kommt es zu einer Schleimbildung, was nicht jedermanns Sache ist. Andererseits führt das zu einer schönen Sämigkeit. Um die Schleimbildung zu verhindern, sollte man nur den Stielansatz abschneiden, die Seitenwände aber nicht verletzen, und die Schoten vorher in Essigwasser einlegen und als ganze Schoten kochen. Für diesen Eintopf kam sie als ganzes hinein, mich störte der Schleim nicht, im Gegenteil, ich fand das Ganze total lecker!!  Der leicht herbe Ton der Okras hat mich etwas an Stachelbeeren erinnert. Ab jetzt wirds die leckere Schote sicher öfter geben. Meinen Mitesser haben die Okras allerdings nicht so begistern können - ist ja Geschmackssache! :-)


Frittierte Kichererbsenbällchen in Gemüsesauce

Diese leckeren Bällchen gab´s gestern zu Mittag - waren in nur 45 Minuten am Tisch! :-) Neben Linsen spielen auch Kichererbsen eine große Rolle in Äthiopien. Die Bällchen selbst sind aus Kichererbsenmehl gemacht, welches aus leicht gerösteten Kichererbsen gemahlen wird. Im Internet habe ich noch einige interressante Infos zu dem Land gefunden: Äthiopiens Hauptstadt heißt Addis Abeba. Das Land mit seinen 64,5 Millionen Einwohner grenzt an Djibouti, Somalia, Kenia, Sudan und Eritrea. Die Landesfläche wird überwiegend von einem ausgeprägten Gebirge aus Vulkangestein eingenommen, das bis zu 4620 m aufragt. Die Berglandschaft Kafa ist die Heimat des Kaffeestrauchs- Äthiopien ist ja weltberühmt für seinen tollen Kaffee! Viele Experten halten ja Äthiopien für das Ursprungsland des Kaffees. Nun, zurück aber zu den Kicherbsenbällchen :-) Für die mischt man einfach etwas Öl, Wasser, Kicherbsenmehl, Berbere und Kurkuma zu einem glatten Teig, der dann später zu Bällchen geformt wird und goldbraun frittiert wird. Dazu macht man eine Sauce aus Karotten, Erbsen und Tomaten. Zusätzlich habe ich noch etwas Mais untergemsicht, weil der weg musste.  Ich habe den Fehler gemacht und etwas vom fertigen Teig gekostet - am liebsten hätte ich ihn in hohen Bogen wieder hinausggespuckt, so ekelig fand ich den Geschmack des Mehls!! Aber ich hatte noch die leise Hoffnung, dass sich dieser furchtbare Geschmack beim frittieren verflüchtigt, und so war es dann auch!! Sind total lecker geworden und passten super zu der Sauce. Mal etwas ganz anderes! :-)

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